W 8 Senkwiese an der Alb

Pflegestufe: Extensive Wiese

Typ: Magerer Sandrasen

Diese extensiv gepflegte Wiese befindet sich zwischen der Alb und bebautem Gebiet in einer leichten Senke. Zwischen hochwüchsigen Gräsern wie Glatthafer (Arrenatherum elatius) und Wolligem Honiggras (Holcus lanatus) findet man blühende Kräuter wie u.a. den Echten Dost (Origanum vulgare) oder das Weiße Labkraut (Galium album). Verschiedene Wolfspinnenarten konnten auf dieser Fläche nachgewiesen werden, darunter Pardosa amentata, Pardosa palustris, Pardosa pullata und Alopecosa cuneata. Am Rand der Fläche kann im Spätsommer zudem die Blüte der aus Nordamerika stammenden Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) beobachtet werden. Diese Blüten werden trotz der nichtheimischen Herkunft der Pflanzenart stets von einer ganzen Reihe Insekten besucht, darunter ebenfalls exotische Einwanderer wie der Stahlblaue Grillenjäger (Isodontia mexicana), eine Grabwespe, die ursprünglich aus dem südlichen Nordamerika und Mexiko stammt. Auch für die Bienen konnte auf dieser Fläche im Jahr 2017 mit 33 Arten eine im Vergleich überdurchschnittlich hohe Artenzahl nachgewiesen werden. Die die Fläche zu einer Seite begrenzende Brombeerhecke begünstigt hierbei insbesondere das Vorkommen von Arten, die markhaltige Pflanzenstängel zum Nisten nutzen wie beispielsweise Masken- und Keulhornbienen. Weitere Arten dieser Fläche sind unter anderem die Blaue Ehrenpreis-Sandbiene (Andrena viridescens), die Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens), die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae), die Garten-Blattschneiderbiene (Megachile willughbiella) und die Luzerne-Sägehornbiene (Melitta leporina).

Die vollständige Artenliste ist im Arteninventar zu finden.