W 8 Senkwiese an der Alb (RW5)

Pflegestufe: Extensiv

Typ: Magerer Sandrasen

Diese extensiv gepflegte Wiese ist dadurch gekennzeichnet, dass sie zwischen der Alb und bebautem Gebiet in einer leichten Senke liegt. Zwischen hochwüchsigen Gräsern wie Glatthafer (Arrenatherum elatius) und Wolligem Honiggras (Holcus lanatus) findet man blühende Kräuter wie u.a. den Echten Dost (Origanum vulgare) oder das Weiße Labkraut (Galium album). Verschiedene Wolfspinnenarten konnten auf dieser Fläche nachgewiesen werden, darunter Pardosa amentata, Pardosa palustris, Pardosa pullata und Alopecosa cuneata. Am Rand der Fläche kann im Spätsommer zudem die Blüte der aus Nordamerika stammenden Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) beobachtet werden. Diese Blüten werden trotz der nichtheimischen Herkunft der Pflanzenart stets von einer ganzen Reihe Insektenbestäubern besucht, darunter ebenfalls exotische Einwanderer wie der Stahlblaue Grillenjäger (Isodontia mexicana), eine Grabwespe, die ursprünglich aus dem südlichen Nordamerika und Mexiko stammt. Auch für die Bienen konnte auf dieser Fläche im Jahr 2017 eine im Vergleich überdurchschnittlich hohe Artenzahl nachgewiesen werden. Ein Grund dafür ist wohl die Brombeerhecke, die diese Fläche auf einer Seite begrenzt. Sie bedingt insbesondere auch die große Zahl an Arten, die markhaltige Pflanzenstängel zum Nisten nutzen, z. B. Masken- und Keulhornbienen.