W 12 Albwiese Appenmühle

Pflegestufe: Extensive Wiese

Typ: Glatthaferwiese/Sandrasen

Diese weitläufige Wiesenfläche ist durch eine besonders reiche Blüte von Rotklee (Trifolium pratense), Habichtskräutern (Hieracium sp.) und Gewöhnlichem Hornklee (Lotus corniculatus) im frühen Juni gekennzeichnet, im Mai herrscht die gelbe Blüte des Hahnenfußes vor (verschiedene Arten der Gattung Ranunculus). Aufgrund ihrer Weitläufigkeit wird sie häufig von Hundebesitzern und Freizeitsportlern als Auslauffläche oder für sportliche Aktivitäten genutzt. Da die vorhandene Vegetation durch ständiges Betreten an den Wegrändern bereits geschädigt ist, sollte die Fläche vor der Mahd im Juni am besten nicht für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Auch der vermehrte Eintrag von Stickstoff durch Hundekot wirkt sich negativ auf die Artenvielfalt der bestehenden Vegetation aus, da die meisten heimischen Pflanzen eher magere Standorte bevorzugen. Für den Auslauf des geliebten Vierbeiners sollten deshalb die vorhandenen und durch Schilder gekennzeichneten Hundeauslaufflächen genutzt werden. Nicht nur, aber auch zum Schutz der Biodiversität, sollten Hundehalter überall das Häufchen mit Tüten aufnehmen und in Mülleimern entsorgen. Mit 24 im Jahr 2017 erfassten Wildbienen Arten bewegt sich diese Fläche zwar "nur" im Mittelfeld der untersuchten Flächen,  allerdings sind hier einige besondere Arten wie beispielsweise Andrena schencki (Schencks Sandbiene) zu finden, deren Erhalt dringend gefördert werden sollte. Weitere Arten der Fläche waren unter anderem die Gartenwollbiene (Anthidium manicatum), die Dunkelfransige Hosenbiene (Dasypoda hirtipes), die Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens) sowie die Garten-Blattschneiderbiene Megachile willughbiella.

Die vollständige Artenliste ist im Arteninventar zu finden.