W 12 Albwiese Appenmühle

Pflegestufe: Extensiv

Typ: Glatthaferwiese/Sandrasen

Diese weitläufige Wiesenfläche ist durch eine besonders reiche Blüte von Rotklee (Trifolium pratense), Habichtskräutern (Hieracium sp.) und Gewöhnlichem Hornklee (Lotus corniculatus) im frühen Juni gekennzeichnet, im Mai herrscht die gelbe Blüte des Hahnenfußes vor (verschiedene Arten der Gattung Ranunculus). Aufgrund ihrer Weitläufigkeit wird sie häufig von Hundebesitzern und Freizeitsportlern als Auslauffläche oder für sportliche Aktivitäten genutzt. Da die vorhandene Vegetation durch ständiges Betreten an den Wegrändern bereits geschädigt ist, sollte die Fläche vor der Mahd im Juni am besten nicht für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Auch der vermehrte Eintrag von Stickstoff durch Hundekot wirkt sich negativ auf die Artenvielfalt der bestehenden Vegetation aus, da die meisten heimischen Pflanzen eher magere Standorte bevorzugen. Für den Auslauf des geliebten Vierbeiners sollten deshalb die vorhandenen und durch Schilder gekennzeichneten Hundeauslaufflächen genutzt werden. Nicht nur, aber auch zum Schutz der Biodiversität, sollten Hundehalter überall das Häufchen mit Tüten aufnehmen und in Mülleimern entsorgen. In Bezug auf die erfassten Wildbienen Arten bewegt sich diese Fläche zwar "nur" im Mittelfeld der untersuchten Flächen, so sind hier allerdings einige besondere Arten zu finden, deren Erhalt dringend gefördert werden sollte. Als besonders bemerkenswert ist dabei vor allem Andrena schencki (Schencks Sandbiene) zu nennen

Für die Fläche konnten während zwei Erhebungen insgesamt 31 Wildbienenarten nachgewiesen werden, davon 15 Arten im Jahr 2002 und 24 Arten in 2017 :

  • die Sandbienen: Andrena ovatula, Andrena schencki
  • die Woll- und Harzbienen Anthidium manicatum, Anthidium oblongatum
  • die Hummeln Bombus lapidarius, Bombus pascuorum, Bombus terrestris
  • die Scherenbiene Chelostoma florisomne
  • die Hosenbiene Dasypoda hirtipes
  • die Langhornbiene Eucera nigrescens
  • die Furchenbienen Halictus scabiosae, Halictus subauratus, Halictus tumulorum
  • die Löcherbinen Heriades crenulatus, Heriades truncorum
  • die Maskenbienen Hylaeus communis, Hylaeus dilatatus, Hylaeus gredleri, Hylaeus nigritus, Hylaeus signatus, Hylaeus sinuatus
  • die Schmalbienen Lasioglossum calceatum, Lasioglossum leucozonium, Lasioglossum morio, Lasioglossum parvulum, Lasioglossum villosulum
  • die Blattschneiderbienen Megachile ericetorum, Megachile rotundata, Megachile willughbiella
  • die Sägehornbiene Melitta leporina
  • die Zottelbiene Panurgus calcaratus