W 14 Wiese Hundeauslauffläche

Pflegestufe: Mulchwiese

Typ: Stark eutrophierte Fettwiese

Diese Wiese ist gekennzeichnet durch eine hohe Bodenfeuchtigkeit, entsprechend der Lage am Ufer der Alb, sowie einer sehr dichten, kaum zu durchdringenden Vegetation. Der Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) und das Knäuelgras (Dactylis glomerata) dominieren den Pflanzenbestand und lassen nur wenig Platz für blühende Kräuter. Dies liegt sehr wahrscheinlich an der nach der Mahd auf der Fläche verbleibenden Pflanzenbiomasse. Diese wirkt durch die Abdeckung und Abschirmung des Lichts und die Feuchte in Kombination mit dem regelmäßigen Nährstoffeintrag aus Hundekot stark unterdrückend auf Kräuter. Gräser kommen mit hohen Nährstoffkonzentrationen im Oberboden meist besser zurecht und können die Mulchschicht leicht mit ihren Blättern durchdringen. Durch die dichte Vegetation und den entsprechend hohen Raumwiderstand kommen auf diese Fläche auch nur wenige am Boden lebende Insekten- und Spinnenarten vor bzw. dürften sich diese überwiegend auf den etwas lichter bewachsenen, die Fläche zur einen Seite begrenzenden Hang verlagern. Auch in Bezug auf die Wildbienenvielfalt zählt diese Fläche zu den artenärmeren der untersuchten Wiesen. Es ist zudem davon auszugehen, dass die Arten der Fläche im Austausch mit der benachbarten Wiese an der Maria-Hilf-Kapelle stehen, da sie sich viele Arten teilen, die für einen feuchteren Standort eher untypisch sind. Der Vergleich zwischen den beiden Aufnahmejahren zeigt zudem eine Verschiebung im Artenspektrum, die sehr wahrscheinlich auf die Nutzungsänderung zurück zu führen ist. Wurde die Wiese während der Aufnahmen durch Rennwald im Jahr 2002 noch extensiv gepflegt, so ist sie auf Grund der Nutzung nun einer intensiveren Pflege unterworfen. So wurden 2002 deutlich mehr Sandbienen und Hummeln gefunden, während aktuell die Furchen- und Schmalbienen dominieren.

Für die Fläche konnten während zwei Erhebungen insgesamt 28 Wildbienenarten nachgewiesen werden, davon 12 Arten im Jahr 2002 und 18 Arten in 2017 :

  • die Sandbienen Andrena minutuloides, Andrena propinqua, Andrena proxima, Andrena pusilla, Andrena viridescens
  • die Harzbiene Anthidium oblongatum
  • die Pelzbiene Anthophora furcata
  • die Hummeln Bombus hortorum, Bombus lapidarius, Bombus pascuorum, Bombus sylvarum, Bombus terrestris
  • die Langhornbiene Eucera nigrescens
  • die Furchenbienen Halictus leucaheneus, Halictus subauratus, Halictus tumulorum
  • die Maskenbienen Hylaeus brevicornis, Hylaeus gredleri
  • die Schmalbienen Lasioglossum calceatum, Lasioglossum leucozonium, Lasioglossum morio, Lasioglossum pauxillum, Lasioglossum punctatissimum, Lasioglossum villosulum
  • die Blattschneiderbienen Megachile pilidens, Megachile willughbiella
  • die Sägehornbiene Melitta leporina
  • die Wespenbiene Nomada flavopicta