W 13 Wiese Maria-Hilf-Kapelle

Wiese hinter der Maria-Hilf-Kapelle
Wiese hinter der Maria-Hilf-Kapelle
Kleiner Sauerampfer
Aspekt mit Kleinem Sauerampfer

Pflegestufe: Extensiv

Typ: Magerer Sandrasen

Die Wiesenfläche hinter der Maria-Hilf-Kapelle kann als eine der trockensten und sandigsten Wiesen in Karlsruhe bezeichnet werden. Große Bestände des Kleinen Sauerampfers (Rumex acetosella) geben der Vegetation in der Blütezeit einen leicht rötlichen Stich. Die Fläche weißt eine recht hohe Diversität an Wildbienen auf, die durch die Heterogenität der Fläche gefördert wird. Zum einen ist der der reichlich vorhandenen Offenboden dieser Fläche attraktiv für zahlreiche wärmeliebende Spinnen-,Laufkäfer- und Wildbienenarten. Zum anderen ist der hintere Bereich der Fläche hoch gewachsen und bietet mit einer buten Mischung an verschiedenen Blütenpflanzen auch vielen spezialisierten Arten ein umfangreiche Nahrungsressourcen wie beispielsweise der Zaunrüben Sandbiene (Andrena florea) für die hier als einziger Standort ein Nachweis gelang. Durch die eigentlich verbotene Nutzung als Hundeauslaufplatz bleibt jedoch leider regelmäßig Hundekot auf den Flächen und führt  zu einer Stickstoffanreicherung im Oberboden, was stellenweise schon zu Veränderungen in der Vegetation geführt hat. 

Für die Fläche konnten während zwei Erhebungen insgesamt 45 Wildbienenarten nachgewiesen werden, davon 24 Arten im Jahr 2002 und 35 Arten in 2017 :

  • die Sandbienen Andrena flavipes, Andrena florea, Andrena ovatula, Andrena proxima, Andrena viridescens
  • die Harzbiene Anthidium oblongatum
  • die Hummeln Bombus lapidarius, Bombus pascuorum, Bombus sylvarum, Bombus terrestris
  • die Scherenbienen Chelostoma campanularum, Chelostoma distinctum, Chelostoma florisomne, Chelostoma rapunculi
  • die Seidenbiene Colletes similis
  • die Hosenbiene Dasypoda hirtipes
  • die Langhornbiene Eucera nigrescens
  • die Furchenbienen Halictus leucaheneus, Halictus scabiosae, Halictus subauratus, Halictus submediterraneus, Halictus tumulorum
  • die Löcherbiene Heriades truncorum
  • die Mauerbiene Hoplitis adunca, Osmia bicornis 
  • die Maskenbienen Hylaeus confusus, Hylaeus gredleri, Hylaeus hyalinatus, Hylaeus nigritus, Hylaeus styriacus
  • die Schmalbienen Lasioglossum calceatum, Lasioglossum lativentre, Lasioglossum leucozonium, Lasioglossum morio, Lasioglossum pauxillum, Lasioglossum politum, Lasioglossum punctatissimum, Lasioglossum semilucens, Lasioglossum villosulum
  • die Blattschneiderbienen Megachile ericetorum, Megachile rotundata, Megachile willughbiella
  • die Sägehornbiene Melitta leporina
  • die Blutbiene Sphecodes monilicornis
  • die Holzbiene Xylocopa violacea