W 17 Verkehrsinsel Panoramaweg

Pflegestufe: Mulch

Typ: Sehr magerer Sandrasen

Grünflächen an Straßen entstanden oftmals durch natürliche oder geplante Begrünung von aufgeschüttetem Schutt, Steinen oder anderen anfallenden Materialen vermischt mit Aushub von Muttererde aus Bauarbeiten. Dadurch entstehen oftmals Extremhabitate, die durch extrem trockene, nährstoffarme und tief drainierte Böden gekennzeichnet sind. Diese Extreme spiegeln sich dann auch in der Vegetation, wie auf dieser Fläche, wieder. Die hier vorhandene Vegetation besteht zu einem großen Teil aus Spezialisten für sehr warme, sandige und trockene Standorte, darunter Fetthennen (Sedum sp.), Hasenklee (Trifolium arvense) oder dem Kleinen Ampfer (Rumex acetosella). Auch die Laufkäfer- und Spinnengemeinschaft spiegelt das wieder. So wurde hier z.B. die Dünen-Schwarzspinne (Zelotes electus) und der Blaue Haarschnelläufer (Ophonus azureus) nachgewiesen, beides Spezialisten für trockenwarme Standorte. Bei den Wildbienen kann als Besonderheiten vor allem die mehrfach nachgewiesene Halictus submediterraneus genannt werden, eine Art die auf warme und sandige Böden zum Nisten angewiesen ist.

 

Während der Erhebungen im Jahr 2017 konnten bisher 26 Wildbienenarten nachgewiesen werden:

  • die Sandbienen Andrena alfkenellaAndrena dorsata, Andrena flavipes, Andrena ovatula, Andrena pilipes
  • die Wollbiene Anthidium scapulare
  • die Hummeln Bombus pascuorum, Bombus sylvarum
  • die Scherenbiene Chelostoma rapunculi
  • die Furchenbienen Halictus leucaheneus, Halictus subauratus, Halictus submediterraneus, Halictus tumulorum
  • die Löcherbienen Heriades crenulatus, Heriades truncorum
  • die Mauerbiene Hoplitis adunca
  • die Maskenbienen Hylaeus brevicornis, Hylaeus communis, Hylaeus nigritus, Hylaeus punctatus
  • die Schmalbienen Lasioglossum costulatum, Lasioglossum morio, Lasioglossum politum
  • die Zottelbiene Panurgus calcaratus
  • die Blutbienen Sphecodes ephippius, Sphecodes puncticeps